Französischblau
|
Im Süden Frankreichs haben wir bei Urlaubsvorbereitungen Menschen gefunden, die genau so "Farbenverrückt" sind wie wir. In einer alten Gerberei, die sie wegen ihrer schönen blauen Fensterläden erworben haben, leben Denise und Henry Lambert. Sie stellen dort aus der alten Färberpflanze Pastel, die in Deutschland unter dem Namen Färberwaid zumindest im Thüringischen bekannt war, eine wunderschöne blaue Farbe her. Mit diesem Farbstoff färben sie Bett- und Handtücher, Seidenschals, Ketten und Armbänder, produzieren Künstlerfarben und viele andere schöne Dinge. Das alles kann man in dem grossen Ausstellungs- und Verkaufsraum des alten Anwesens kaufen, eventuell, nachdem Denise oder eine ihrer Mitarbeiterinnen bei einer interessanten Führung durch die Gerberei die Geschichte und Herstellung von Pastel erklärt hat. Mit etwas Glück kann man auch den Mercedes der Lamberts bewundern, der ebenfalls eine blaue Lackierung verpasst bekommen hat. Wir liessen uns bei einem kurzen Besuch im Sommer 2000 anstecken. Nach ersten Streichversuchen, denen zum Beispiel die Dielentür unseres Firmensitzes zum Opfer fiel, beschlossen wir, auch Deutschland "blau zu machen". Im ersten Anlauf nun können Sie bei uns, wie sollte es auch anders sein, das Französischblau bekommen. Damit lässt sich nahezu alles streichen. Einen kleinen Eindruck von dieser wunderbaren Farbe sollen Ihnen die Bilder auf der linken Seite vermitteln. Ganz oben sehen Sie die oben erwähnte Dielentür. Annette hat diese Tür aus Kiefernholz einmal mit Königsblau mittel gestrichen. Dadurch wirkt der Anstrich leicht lasierend, die Struktur des Holzes ist noch sehr gut zu sehen. Die 3 Bretter auf dem Bild darunter sind je zweimal gestrichen, wie zu sehen, mit den 3 erhältlichen Farbtönen dunkel, mittel und hell. Als nächstes ist eine kleine Originaldose zu sehen, im Hintergrund noch mal die 3 Bretter. Ganz unten sehen Sie eines unserer Urlaubsfotos von der Gerberei. |
Nach oben